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Die Entwicklung


Die Entwicklung der F-14 Tomcat begann im Jahre 1968, um den Bedarf der US Navy nach einem trägergestützten Luftüberlegenheitsjäger mit großer Reichweite zur Luftverteidigung der Flottenverbände zu decken. Die grundlegende Konzeption mit dem Tragwerk auf Schwenkflügelbasis wurde von einem fehlgeschlagenen Entwurf eines Marinejägers mit der Bezeichnung F-111B übernommen, von dem die F-14 auch ihr leistungsstarkes Feuerleitsystem geerbt hat. Im Jahr 1970 erfolgte der Erstflug dieses Musters, bevor 1972 die Truppeneinführung dieses Musters bei der US Navy erfolgte. Die F-14 bildet seither das Rückrat der Luftverteidigung der amerikanischen Flotte auf See, und erzielte erstaunlicherweise auch in Friedenszeiten Abschüsse gegnerischer Kampfflugzeuge, als es in den 80er Jahren zweifach zu bewaffneten Konfrontationen zwischen US Navy F-14 und lybischen Kampfflugzeugen sowjetischer Bauart über dem Mittelmeer kam. In beiden Luftgefechten gingen die F-14 als Sieger hervor. Da in naher Zukunft kein adäquater Ersatz für die F-14 als Langstreckenjäger zur Flottenverteidigung in Sicht ist, dürfte die Maschinen der US Navy noch auf längere Sicht das Rückrat der Luftverteidigung auf See bleiben.



Die Versionen


Die F-14 stellt das älteste Kampfflugzeug in den Beständen der Luftstreitkräfte der USA dar. Da das Entwicklungspotential dieses Musters begrenzt ist, beschränken sich die Unterschiede zwischen den im Lauf ihrer Geschichte hervorgebrachten Versionen auf Detailverbesserungen. Sämtliche Versionen der F-14 sind Doppelsitzer, wobei der vordere Cockpit-Platz jener des Piloten ist und der hintere Platz dem sogenannten Radarabfangoffizier vorbehalten ist.

F-14A:

Die F-14A stellt die erste Serienversion der Tomcat dar, deren Truppeneinführung 1972 bei der US Navy begann. Dieses Muster besitzt ein Tragwerk auf Schwenkflügeltechnologie, welches das Flugverhalten in verschiedenen Geschwindigkeitsbereichen optimieren soll. Als Radar und Feuerleitsystem besitzt die F-14A das weitreichede AWG-9, welches sie in Verbindung mit radargelenkten Luft-Luft-Flugkörpern großer Reichweite in die Lage versetzt, Luftziele anzugreifen, bevor es diesen mit ihrem Radar gelingt, die F-14 zu erfassen. Die F-14A besitzt ein doppeltes Seitenleitwerk und zwei Pratt & Whitney TF30 Turbofan-Triebwerke. Die Hauptkritikpunkte an der F-14A sind ihr relativ schwacher und unzuverlässiger Antrieb, die aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichtes geringe Beweglichkeit im Nahkampf sowie die relativ schlechte Sicht aus dem Cockpit.

F-14A Plus:

Die F-14A Plus stellt eine geringfügig verbesserte Version der F-14A dar, wobei insbesondere der Schwachpunkt des unzuverlässigen und leistungsschwachen Antriebs beseitigt wurde. Die F-14A Plus verfügt nun über zwei General Electric F110-GE-400 Turbofan-Triebwerke, die gegenüber den Triebwerken der F-14A deutlich mehr Schub produzieren. Das Feuerleitsystem sowie der übrige Entwurf der F-14 blieben unverändert, wodurch auch andere Schwächen wie die für einen Jäger relativ schlechte Sicht aus dem Cockpit erhalten blieben. Die F-14A Plus stellt das aktuelle Modell dieses Typs dar.

F-14D:

Die Bezeichnung F-14D wird für die neueste Generation von Maschinen dieses Typs verwendet, die gegenüber den vorherigen Modellen deutlich verbessert wurden, vor allem auf dem Gebiet der Elektronik und des Radars. Neben einem fortschrittlichen Radargerät des Typs APG-71 und einem verbesserten Selbstschutzsystem erhielten die F-14D eine durchgehend digitalisierte Avionik. Der Antrieb mit General Electric F110-GE-400 bleibt jedoch gegenüber der F-14A Plus unverändert. Maschinen dieser Version wurden nur in sehr geringen Stückzahlen gebaut.



Einsatzbereich


Die F-14 ist als Luftüberlegenheitsjäger mit großer Reichweite zur Flottenverteidigung konzipiert. Ihr Einsatz erfolgt zumeist trägergestützt, wobei die F-14 in erster Linie Einsätze zur großräumigen Luftraumabriegelung fliegt. Sie wird allerdings auch als Abfangjäger gegen Punktziele eingesetzt, wobei Abfangeinsätze zunehmend von F/A-18 Hornet übernommen werden, die aufgrund ihrer hohen Wendigkeit besser für den Nahkampf geeignet sind. Die überlegenheit der F-14 in der Luft gründet sich weniger auf Wendigkeit, als auf ihre Fähigkeit, Luftziele bereits in sehr großer Entfernung mit ihrem leistungsstarken Radar zu erfassen und mit weitreichenden Luft-Luft-Lenkflugkörpern zu bekämpfen.



Bewaffnung


Luft-Luft-Waffen

M61A1 Vulcan20mm Bordgeschütz (675 Schuß)
AIM-9 Sidewinderverschiedene Versionen der infrarot-gelenkten Kurzstrecken-Luft-Luft-Lenkwaffe
AIM-7 Sparrowpassiv-radargelenkte Luft-Luft-Lenkwaffe mittlerer Reichweite zur Bekämpfung von Luftzielen außerhalb der Sichtweite
AIM-120 AMRAAMaktiv-radargelenkte Luft-Luft-Lenkwaffe mittlerer Reichweite zur Bekämpfung von Luftzielen außerhalb der Sichtweite
AIM-54 Phoenixaktiv-radargelenkte Luft-Luft-Lenkwaffe großer Reichweite

Sonstige Außenbehälter

LA-610 TARPSAußenbehälter mit Aufklärungsausrüstung
TreibstofftanksZusatztanks zur Erweiterung der Einsatzreichweite


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